Jutta Mügge

Ich schreibe für explizit, weil ich meine Erfahrungen zugänglich machen will. Erfahrungen aus einer Generation, die im Aufschwung groß wurde, die in eine Zeit des Wohlstandes hineingewachsen ist und Kinder groß gezogen hat, die heute in der Verantwortung unseres Landes stehen. Für diese Generation stellen sich ganz andere Herausforderungen als für die jetzigen Rentner und dennoch gibt es Schnittmengen, aus denen beide profitieren können. Ich versuche mit meinen Themen sowohl auf alltägliche Fragen und Herausforderungen der jüngeren als auch auf die der älteren Generation einzugehen.

Als Pädagogin habe ich mich in meinen ersten Berufsjahren ab 1968 mit der Kleinkindpädagogik beschäftigt. Aus dieser Arbeit ist meine Fortbildungstätigkeit entstanden. Zielgruppen waren Eltern, Erzieher, Lehrer und später Führungskräfte. In weiterbildung-live, das ich 1990 gründete, waren meine Schwerpunkte Führungstrainings, Konfliktmanagement und Coaching. Das spätere Studium der Theologie hat mir endlich ermöglicht, mehr von unserer christlichen Spiritualität zu verstehen. Jetzt bin ich im aktiven Ruhestand und begleite Menschen im Coaching und Wandercoaching.

Beiträge von Jutta Mügge

Leitung braucht Verfahren

Ein Studium prädestiniert für eine Leitungsaufgabe. Auch das Theologiestudium zielt auf Leitung. Priestern werden als Pfarrer oder Ordensobere Leitungsaufgaben übertragen. Für die Leitung braucht es eigene Verfahren. Jutta Mügge hat nicht nur einschlägige Fachbücher geschrieben, sondern über viele Jahre Pfarrer durch Training für Leitungsaufgaben fit gemacht. Sie beschreibt, warum Leitung trainiert werden muss und dass das Spezifische in der Leitung durch Priester der vorrangige Stellenwert ist, den sie den Charismen durch ihre Leitung geben.

Insolvenz des Priesteramtes

Der Missbrauchsskandal liegt seit Jahren wie ein Damoklesschwert über der Kirche als Institution und wird für Priester wie Gläubige zu einer immer größeren Last. Es scheint nur der Austritt als letzte Möglichkeit zu bleiben. Weshalb stehen die Bistumsverwaltungen nach 10 Jahren immer noch bei der Aktenauswertung? Was dort verschleppt wird, müssen die Priester vor Ort ausbaden. Sie reagieren in ständiger Überforderung. Das erscheint dann als Machtmissbrauch.

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