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Der Pfalzwein braucht Glyphosat

Die Trauben sind bald geerntet, uns wird ein guter Wein versprochen. Jedoch schlucken wir damit zugleich Glyphsosat. So bestätigt es der Vorsitzende des Winzerverbandes Walter Wolf.

„Für mich ist das unerlässlich und problemfrei. Glyphosat ist ein mildes Mittel, das den Boden nicht angreift“ wird Wolf im Mannheimer Morgen im Juni zitiert. Konventionelle Winzer hielten das für das Standardverfahren.

Die Pfalz könnte auf Herbizide verzichten

Ist das Herbizid aber wirklich mild. Das Umweltinstitut in München hat Bodenproben an 163 Orten entnommen und dabei in 75 aller untersuchten Proben Glyphosat gefunden, auch in Naturschutzgebieten. Pestizide verbreiten sich durch die Luft. Das erklärt auch, warum das Insektensterben so drastisch voranschreitet. Die Konzentration der Pestizide nimmt ständig zu, wie bei Kohlendioxyd gibt es einen Grenzwert, ab dem das System kippt.
Warum aber kann der Pfalzwein nicht auf Glyphosat verzichten. Die Arbeit wäre zu groß, wenn im konventionellen Anbau auf Herbizide verzichtet würde. Das sei aber, so Biowinzer in der Pfalz problemlos möglich, weil anders als an der Mosel die Hänge mit Maschinen leicht zu bearbeiten seien. Wer Wein aus der Pfalz trinkt, findet das Gift auch in den Flaschen von Biowinzern. Denn auch deren bekommen über die Luft ihren Anteil an den Herbiziden einen mit.

Glyphosat ist besonders wirksam und kann nicht unschädlich sein

Denn dieses Herbizid vernichtet alles biologische Leben, weil es den Stoffwechsel der Pflanzen zum Erliegen bringt. Es ist eher einem Nervengift bei Menschen und Tieren vergleichbar als einem Pestizid. Ob eine krebserregende Wirkung nachgewiesen werden kann, oder nicht, Glyphosat ist besonders wirksam und wird etwas an unseren Lebensmitteln verändern. Bis Mediziner herausfinden, dass eine bisher unerklärbare Krankheit auf Herbizide zurückgehe.  

Der Geschmack von Glyposat kostet Insekten das Leben

Es bleibt die Frage an die Winzer und Landwirte und nicht zuletzt an die Kleingärtner, warum sie um eine Pflanze, sei es eine Rebe oder ein Rosenstrauch, alle anderen Pflanzen vernichten müssen.  Wir bekommen also einen Wein, dessen Boden in der Winzersprache inzwischen Terroir genannt wird, der vielgerühmte Boden, der den Geschmack des Weines mitprägt, ist von allem pflanzlichen Leben befreit. die von Leben befreit ist. Man muss sihc das auf der Zunge vergehen lassen, dass wir sozusagen etwas trinken, was erst chemisiert werden musste. Trotz Reinheitsgebot gilt das auch für das Bier, wenn beim Anbau der Gerste Glyphosat untergemischt wird.  dann auch wir Verbraucher, die den Wein so billig haben wollen, dass wir Glyphosat mit schlucken. Wir sind Mit-Täter, wenn der Gesamtbestand an Insekten in den letzten Jahren um 75% zurückgegangen ist.   

Daten zur Verbreitung von Glyphosat sind abrufbar beim Münchner Umweltinstitut Pestizidrückstände in der Luft

Ethische Überlegungen eines Biolandwirts Glyphosat braucht Ethik

https://explizit.net/wirtschaft/artikel/glyphosat-braucht-ethik/


Kategorie: Wirtschaft

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