Eckhard Bieger

Ich schreibe für explizit.net, weil es eine katholische Präsenz im Internet geben muss, die nicht Kirchenberichterstattung ist, weil die katholische Tradition die Philosophie und damit das Argument schätzt, weil eine weltweite Kirche zu wenig im Bewusstsein in Deutschland präsent ist, weil es Vieles gibt, was man in den Medien nicht findet, jedoch notwendig ist, um Vorgänge nicht nur von ihrer Oberfläche her zu verstehen. explizit.net will jungen Leuten helfen, als Journalisten im Internet ihr Auskommen zu finden.

Ich bin kurz vor dem II. Weltkrieg geboren, seit 1959 Mitglied des Jesuitenordens und habe mich mein Berufsleben lang mit Medien beschäftigt – bis 2003 mit dem Fernsehen und ab dann mit kath.de.

Beiträge von Eckhard Bieger

Randale - Hamburg als Medieninszenierung

Ein Medien-Kommentar: 20 Staaten mit ihren führenden Politikern in Hamburg. Wieviel Journalisten und Kamerateams waren im Tross. Da beginnt der Kampf um die Bilder. Gewonnen haben ihn die sog. Autonomen, der "Schwarze Block". Konsens liefert eben nur ein Gruppenbild, bildmächtiger sind Kämpfe zwischen verfeindeten Gruppen. Diese Gesetzmäßigkeit gilt nicht erst im Medienzeitalter, sondern schon im Alten Rom. Da wussten die Politiker besser, wie man damit umgeht.

Kirchenbauten des Westens

Orthodoxen Christen blicken auf die Ikonostase, lateinische Christen in einen hellen Chorraum mit einem Kreuz und einem Altarbild. Die Bewegung geht nach vorne, weil die lateinische Liturgie eine Prozessionsliturgie ist. Es gibt ein feierlichen Einzug vom Hauptportal unter dem Turm und einen Auszug am Ende des Gottesdienstes. Deshalb heißt die Abendmahlsfeier des Westens auch Messe, von lateinisch mittlere, schicken. Die Gläubigen werden in ihre Welt geschickt.

Das Risiko tragen die Wähler

Sind die Wähler tatsächlich unberechenbar, weil sie politisch irrational votieren? Eigentlich gehen Sie das größere Risiko ein, nämlich eine Legislaturperiode falsch regiert zu werden. Dass die Wähler gut überlegen, zeigen die letzten Wahlen. Jede der letzten Landtagswahlen hatte ihre Logik. Die liegt nicht einfach in der Partei. Auch wenn die CDU und in den beiden letzten Wahlen die FDP zugelegt haben, sind es nicht die Parteiinhalte. Denn einmal wurden wie in Baden Württemberg und Rheinland Pfalz die Regierungschefs bestätigt. Zweimal wurde die Regierungsspitze abgewählt. Was lehren uns die letzten Landtagswahlen?

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