Christian Schnaubelt

Christian Schnaubelt (Jahrgang 1975) ist Dipl. Sozialwissenschaftler und Kommunikationswirt aus Bochum. Er hat sich als Journalist, Fotograf und Social Media Manager selbstständig gemacht. Seine Schwerpunktthemen sind Kirche, Medien, Internet, Social Media und digitalisierte Lebenswelten. 

Schnaubelt ist Redaktionsleiter von explizit.net und Leiter des Ressorts Medien. Zudem ist er Ressortleiter digitalisiert bei hinsehen.net und Mitherausgeber des Christlichen Bilderdienstes (www.christlicher-bilderdienst.net).  

Beiträge von Christian Schnaubelt

Online first – Innovationen kirchlicher Medienarbeit

(explizit.net) Neuer Aufbau von Homepages, mobiles Internet auf dem Smartphone, Speicherung in der Cloud, Renaissance des Newsletters - das sind einige der vielen Themen, die kirchliche Internetworker im Web derzeit umtreiben. Bei der Tagung „Kirche im Web“ in Münster zeigte sich am 23./24. März beim Austausch in 14 Arbeitsgruppen und in Plenumsphasen wieviel Knowhow bei den Internetworkern beider Kirchen vorhanden ist. Hier nur einige Schlaglichter von #kiw17.

Nachrichten im Chat - Conversational Journalism auf dem Vormarsch

(explizit.net) 

Die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser ist heute knapp. Websites, Social Media, Apps u.v.m „buhlen“ um sie und für Anbieter von Nachrichten immer schwerer, überhaupt noch Gehör zu finden. Eine mögliche Antwort darauf ist der Conversational Journalism - Journalismus als Gespräch. Interaktive Apps und Chatbots wie „Resi“ versuchen nun auch in Deutschland Nachrichten – aufgeteilt in mehrere Chateinträge – zu verpacken und mit der Zeit aus den Themen-Interessen der Nutzerinnen und Nutzer zu „lernen“ und für die sie individualisierte Nachrichten anzubieten.

„Mutig dorthin gehen, wo noch niemand zuvor gewesen ist…“

Ein Rückblick und Kommentar zum 100. Katholikentag in Leipzig

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Vor einer Woche versammelten sich an Fronleichnam in Leipzig 13.000 Katholiken zur Heiligen Messe und abends noch mal mehrere Tausend zu einer Lichterprozession durch die größte Stadt im Freistaat Sachsen. Und dies in einer Stadt, in der gerade einmal jeder 25. Bürger katholisch ist und acht von zehn Bürgern keiner Religion angehören. Der 100. Katholikentag wollte in der „Diaspora“ Zeichen setzen: „Wir haben zeigen können ‚Kirche geht auch anders‘“, betonte ZdK-Präsident Thomas Sternberg nach dem Abschluss eines sehr politischen Katholikentages, bei dem allerdings die konkreten politischen Forderungen größtenteils ausgeblieben sind. Eins wurde beim fünftägigen Treffen mit rund 30.000 Dauerteilnehmenden allerdings deutlich: Die Kirche und die Katholikentage müssen sich wandeln und „mutig dorthin gehen, wo noch niemand zuvor gewesen ist“, sonst droht die „neue Ängstlichkeit“ der Deutschen, wie Bundespräsident Joachim Gauck betonte, auch die Religionen zu erfassen, wie die wachsende Zahl der glaubens- und kirchenfernen Bundesbürger/innen zeigt.

Der Samstag ist der neue Montag: Wochenendzeit = Lesezeit

(explizit.net/ hinsehen.net)Fast 50 Jahre lang erschien das Nachrichtenmagazin SPIEGEL montags und hatte damit zu Beginn der Arbeitswoche eine Art „Meinungsführerschaft“ inne. Damit ist seit dem gestrigen 10. Januar 2015 zumindest teilweise Schluss: Der SPIEGEL und der FOCUS erscheinen jetzt immer am Samstag und setzen den Trend, Zeitungen und Zeitschriften mit neuen Inhalten zum Wochenende herauszubringen, fort. Auch der STERN und die ZEIT haben ihre Inhalte fürs Wochenende, z.B. durch Beilagen, angepasst und Zeitungen, wie die SÜDDEUTSCHE, die FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG und die WELT setzen am Wochenende mehr Exemplare als in der Woche ab. Bei insgesamt stagnierenden Print-Verkaufszahlen wollen sich die Verlage dadurch zu Nutze machen, dass die Leserinnen und Leser am Wochenende etwas mehr Zeit haben.

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