Welttag des Friedens 2026
"Der Friede sei mit euch allen: hin zu einem „unbewaffneten und entwaffnenden“ Frieden", so lautet der Titel den Papst Leo XIV. für seine Botschaft zum Weltfriedenstag 2026, den die katholische Kirche wie jedes Jahr am 1. Januar begeht, ausgewählt hat.
Auszug aus der Papstbotschaft zum Welttag des Friedens 2026:
„Der Friede sei mit dir!“ Dieser sehr alte Gruß, der auch heute noch in vielen Kulturen alltäglich ist, wurde am Abend des Ostertages durch den auferstandenen Jesus mit neuer Kraft erfüllt. (…) Bereits am Abend meiner Wahl zum Bischof von Rom war es mir ein Anliegen, meinen Gruß in dieses gemeinsame Bekenntnis einfließen zu lassen. Und ich möchte es noch einmal betonen: Dies ist der Friede des auferstandenen Christus, ein unbewaffneter und entwaffnender Friede, demütig und beständig. Er kommt von Gott, dem Gott, der uns alle bedingungslos liebt."
Quelle:
https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/messages/peace/documents/20251208-messaggio-pace.html
"Die Botschaft ist ein starkes Plädoyer für die Achtung des Völkerrechts und die Bedeutung des interreligiösen Dialogs"
Der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax, der Erzbischof von Paderborn Dr. Udo Markus Bentz, würdigte die Botschaft des Papstes und ermutigt, sie – nicht nur am Welttag des Friedens – in die Arbeit der Kirche aufzunehmen: „Papst Leo XIV. erläutert sehr grundlegend, wie wirklicher Frieden in unserer von Ausgrenzung und Gewalt geplagten Welt gelingen kann. Die Botschaft ist ein starkes Plädoyer für die Achtung des Völkerrechts und die Bedeutung des interreligiösen Dialogs, das ich mir ganz und gar zu eigen mache“, wie die Deutsche Bischofskonferenz bekanntgab.
Quelle:
https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/papst-leo-xiv-zum-welttag-des-friedens-am-1-januar-2026
"Die Welt wird nicht durch Waffengewalt gerettet, sondern durch Bemühen um Verständnis, Vergebung und Annahme."
"Die Welt wird nicht durch Waffengewalt gerettet, sondern durch Bemühen um Verständnis, Vergebung und Annahme." Das hat Papst Leo XIV. am Neujahrstag 2026 bei einer Heiligen Messe im Petersdom gesagt. Jeder Tag könne für jeden dank der großzügigen Liebe und Barmherzigkeit Gottes und dank der eigenen freien Antwort der Beginn eines neuen Lebens sein, berichtet Vatican News.
Quelle:
https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-01/wortlaut-neujahr-predigt-papst-leo-xiv-hochfest-maria-frieden.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE
"Fehlt es eigentlich an guten Nachrichten oder erzählen wir zu wenig davon?"
Der Limburger Bischof Dr. Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) stellte in seiner Predigt am 31. Dezember im Dom St. Bartholomäus in Frankfurt am Main die Frage: "Fehlt es eigentlich an guten Nachrichten oder erzählen wir zu wenig davon?" und gab - bezugnehmend auf den Philosoph und Kulturwissenschaftler Byung-Chul Han - auch die Antwort: "Gerade haben wir das Geburtsfest Jesu gefeiert. Ein neues Jahr beginnt: ein Ansporn, gute Nachrichten aufzuspüren von dem, was neu beginnt, und sie weiterzuerzählen."
Quelle:
https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/predigt-von-bischof-dr-georg-baetzing-vorsitzender-der-deutschen-bischofskonferenz-in-der-eucharistiefeier-zum-jahresabschluss
Christinnen und Christen leisten „einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt“ in der Gesellschaft
In seiner Neujahrsbotschaft rief der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck trotz politischer und gesellschaftlicher Krisen zu Hoffnung und Zuversicht auf. „Was auch immer kommen mag, Gott wird uns das Nötige an Weisheit und Kraft schenken, um uns allen Herausforderungen zu stellen“, sagte Overbeck, der auch adveniat-Bischof und Militärbischof ist. Hoffnung sei dabei mehr als naiver Optimismus oder bloßes Wunschdenken. „Wahre Hoffnung stellt sich der Wirklichkeit so, wie sie ist.“ Zudem bedeute Hoffen, „unbeirrt am Sinn und Wert unseres Tuns festzuhalten, selbst dann, wenn der Erfolg ungewiss ist oder lange auf sich warten lässt.“
Aus dieser Hoffnung heraus, leisteten Christinnen und Christen in der Gesellschaft „einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt“, betont der Ruhrbischof weiter. So könne die Kirche auch in Zukunft „eine integrative und stärkende Kraft in unserer Gesellschaft sein, indem sie verbindet, was derzeit auseinanderzufallen droht“, sagte Overbeck, wie das Bistum Essen berichtet.
„Deutschland ist ein großartiges Land. Lassen wir uns auch in 2026 von Zuversicht und Glauben an unsere eigene Kraft leiten.“
Das sagte Bundeskanzler Friedrich Merz in seiner Neujahrsansprache für das Jahr 2026 und führte darin aus: "(...) Die Entwicklungen zeigen, dass wir inmitten eines Epochenbruchs leben. Doch ich möchte Ihnen aus tiefster innerer Überzeugung sagen: Wir haben es selbst in der Hand, jede dieser Herausforderungen aus eigener Kraft zu bewältigen. Wir sind nicht Opfer von äußeren Umständen. Wir sind kein Spielball von Großmächten. Unsere Hände sind nicht gebunden."
In der am 31. Dezember im Fernsehen ausgestrahlten Ansprache sagte Bundeskanzler Merz weiterhin:
"(...) Lassen wir uns deshalb nicht von Angst und Verzagtheit leiten, sondern von Zuversicht und dem Glauben an unsere eigene Kraft zur Bewältigung jeder Herausforderung, ganz gleich wie groß sie auch sein mag. Dies ist ein Auftrag für uns alle."
Quelle:
https://www.bundeskanzler.de/bk-de/mediathek/neujahrsansprache-kanzler-2026-2401366
Christian Schnaubelt
(Chefrdakteur und Herausgeber von explizit.net und kath.de)
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