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Der kath.de-Kommentar: Journalisten und Whistleblower sind keine Terroristen

Zerstörte Laptops und Festplatten bei „The Guardian“

Früher war nicht alles besser. Gäbe es in Großbritannien heute zum Beispiel noch die Strafverfolgung vergangener Jahrhunderte, so wäre die Zeitung „The Guardian“ schlecht beraten gewesen, die Informationen, die ihnen Whistleblower Edward Snowden gegeben hat, aufzubewahren, geschweige denn zu veröffentlichen. Vor ein paar Tagen hatte der britische Nachrichten- und Sicherheitsdienst „Government Communications Headquarters (GCHQ)“ in den Redaktionsräumen des Guardian Laptops und Festplatten zerstört. In früheren Zeiten wäre Chefredakteur Alan Rusbridger vermutlich wegen Hochverrats verurteilt worden. Edward Snowden oder Bradley Manning wäre es nicht anders ergangen. Die Strafe für Hochverrat im britischen Königreich lautete bis ins 19. Jahrhundert „hanged, drawn and quartered“. Der Verurteilte wurde dabei bis zur Bewusstlosigkeit gehängt, dann bei lebendigem Leibe ausgeweidet, kastriert und schließlich gevierteilt.

Zerstörte Laptops und Festplatten bei „The Guardian“

Früher war nicht alles besser. Gäbe es in Großbritannien heute zum Beispiel noch die Strafverfolgung vergangener Jahrhunderte, so wäre die Zeitung „The Guardian“ schlecht beraten gewesen, die Informationen, die ihnen Whistleblower Edward Snowden gegeben hat, aufzubewahren, geschweige denn zu veröffentlichen. Vor ein paar Tagen hatte der britische Nachrichten- und Sicherheitsdienst „Government Communications Headquarters (GCHQ)“ in den Redaktionsräumen des Guardian Laptops und Festplatten zerstört. In früheren Zeiten wäre Chefredakteur Alan Rusbridger vermutlich wegen Hochverrats verurteilt worden. Edward Snowden oder Bradley Manning wäre es nicht anders ergangen. Die Strafe für Hochverrat im britischen Königreich lautete bis ins 19. Jahrhundert „hanged, drawn and quartered“. Der Verurteilte wurde dabei bis zur Bewusstlosigkeit gehängt, dann bei lebendigem Leibe ausgeweidet, kastriert und schließlich gevierteilt.

Der Gunpowder Plot

Beim sogenannten „Gunpowder Plot“, der Pulververschwörung im Jahr 1605, versuchte eine Gruppe britischer Katholiken, den Monarchen zu töten. Seit der Herrschaft König Heinrichs VIII. (1492 – 1547) wurde die katholische Bevölkerung in England nämlich unterdrückt und verfolgt. Der Racheplan flog jedoch auf und die Verschwörer wurden als Hochverräter hingerichtet. Dem Sprengstoffexperten der Gruppe, Guy Fawkes, gelang es, bereits am Galgen zu sterben, indem er vom Podest sprang und sich das Genick brach. So ersparte er sich die anschließende Folter. Fawkes hatte geplant, mit einem Sprengstoffanschlag am Tag der Parlamentseröffnung im House of Lords König James samt Familie, alle Parlamentsmitglieder, alle Bischöfe des Landes und den Großteil des Hochadels zu töten.

Kontrolle der Medien

Der im Jahr 2006 erschiene Kinofilm „V wie Vendetta“ greift das Rachemotiv von Guy Fawkes wieder auf. Er zeichnet die dunkle Welt eines totalitär geführten Großbritanniens im 21. Jahrhundert. Unterdrückung von Dissidenten und eine komplette Kontrolle der Medien sind an der Tagesordnung. Eine faschistische Regierung ist an die Macht gelangt, weil sie den Bürgern Sicherheit versprochen hat. Ein einzelner Mann namens „V“, versteckt sich hinter einer Guy Fawkes-Maske und tötet Mitglieder des Regimes. Er plant, den seinerzeit gescheiterten „Gunpowder Plot“ zum Erfolg zu führen und die Houses of Parliament in die Luft zu sprengen. Wie nah an den gegenwärtigen Entwicklungen ist diese Dystopie, diese pessimistische Vision, heute?

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<p>-Redaktion</p>


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