Matthias Alexander Schmidt

Ich schreibe für explizit.net, weil ein Internetportal mit relevanten, kritisch beleuchteten Themen für Katholiken "dran" ist. Gesellschaftliche, religiöse oder kulturelle Zusammenhänge richtig durchzudenken und dann verständlich und knackig auf den Punkt zu bringen, das ist (nicht nur) für mich als Theologen an der Zeit. Das "Katholische" bei explizit.net sehe ich zum Einen in der Vielfältigkeit der Themen und zum Anderen in dem Anspruch, mich selbst zu vielschichtigen Phänomenen zu positionieren, und dabei meine Ansichten zur Debatte zu stellen.

Geboren 1986 in Berlin, Abitur am Canisius Kolleg SJ, Freiwilliges Soziales Jahr in Brüssel. Studium Philosophie, Theologie und Medienstudium PTH „Sankt Georgen“, Frankfurt am Main. Diplom-Theologe. Praktikum Radio Vatikan. Von 2009 bis 2012 Redakteur, dann Chefredakteur kath.de. Freiberufliche pädagogische Mitarbeit in der Kinder- und Jugendbildung Bistum Limburg. Freier Autor für hr1, hr-iNFO und Deutschlandfunk.

Beiträge von Matthias Alexander Schmidt

Drei Punkte: Warum die Bischofssynode gelingt

Zuhören – Von sich Sprechen – Verfahren einhalten

(explizit.net / kath.de) Wochenkommentar von kath.de

1. Zuhören

Papst Franziskus hat sich entschieden, mehr zuzuhören und zu schweigen als zu sprechen oder zu intervenieren. Er hat die Bischöfe ermutigt, frei zu sprechen und das zu sagen, was sie denken. Diese Einladung haben die Bischöfe offenbar angenommen. Wer sich wegen dieser Einladung zum freien Sprechen motiviert fühlt, wird früher oder später auch selbst mehr und besser zuhören. Diese Grundhaltung führt nicht dazu, dass alle einer Meinung sind; auch nicht dazu, dass man schnell zu einem Konsens käme, den man dann der Öffentlichkeit als Ergebnis vorstellen könnte.

Kath.de-Wochenkommentar: Die WM – nur ein Grund zur Freude?

(explizit.net / kath.de)Kaum Aufmerksamkeit für Proteste in Brasilien

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Papst Franziskus hat die süditalienische Mafia „exkommuniziert“. Deren Mitglieder beschritten den „Weg des Bösen“ und seien daher nicht in Gemeinschaft mit Gott. Was der Papst bei seinem Besuch im von der ’Ndrangheta gebeutelten Kalabrien gesagt hat, hatten die Bischöfe Siziliens bereits 1994 in einem Pastoralpapier geschrieben:„Die Mafia gehört ohne Ausnahme zum Reich der Sünde. Alle, die ihr freiwillig angehören... müssen wissen, dass sie in einem nicht heilbaren Widerspruch zum Evangelium Jesu Christi leben und dementsprechend außerhalb der Gemeinschaft der Kirche stehen.“ Für die Einwohner Kalabriens und für die Opfer der Gewaltverbrechen sind die klaren Worte des Papstes wichtig. Die Anerkennung des Leids und der Ungerechtigkeit durch den Papst kann die Menschen motivieren, angesichts der Gewalt nicht aufzugeben. Außerdem ruft der Papst damit die in den Strukturen des Bösen gefangenen Mitglieder der Mafia auf, umzukehren.

Mit Eiern gegen Arroganz? - kath.de-Wochenkommentar

<emphasize>Europawahl: Junge Wähler interessieren Argumente</emphasize>

(explizit.net/kath.de) Etiketten vereinfachen komplexe Sachverhalte. Sie können bei der Orientierung helfen, aber auch Verwirrung stiften. Wer sich bei seiner Wahlentscheidung nicht auf Zuschreibungen wie „links“ und „rechts“ verlassen will, muss sich informieren, was Parteien wollen. Wer nicht Bescheid weiß, ist bei seiner Wahlentscheidung, wenn er denn wählen geht, auf oberflächliche Meinungen und Etiketten angewiesen. Laut der Forschungsgruppe Wahlen interessieren sich gegenwärtig 59 Prozent der Deutschen wenig oder überhaupt nicht für die Europawahl. 2009 machten nur 43,3 Prozent der in Deutschland Wahlberechtigten von ihrem Recht Gebrauch. In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen waren es sogar nur rund 30 Prozent.

Das Kreuz demütig annehmen

Eine Betrachtung zum Karfreitag über die Demut, wie sie an Jesus abgelesen werden kann

(explizit.net) Am Gründonnerstagabend gibt es vielerorts Ölbergstunden als Vorbereitung auf das Leiden und Sterben Jesu am Karfreitag. Wie ist das Gebet Jesu am Ölberg zu verstehen: „Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber. Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst“ (Mk 26,39)? Mit Blick auf die Geistlichen Übungen des Ignatius von Loyola, die sogenannten Exerzitien, bin ich der Frage nachgegangen, inwiefern ein Leben in der Nachfolge Christi zwischen Lebensbejahung und Selbstliebe und der Bereitschaft, das Kreuz auf sich zu nehmen, also einer Todesbereitschaft besteht.

Als Student den Vatikan vertreten: "Das Ziel ist Frieden"

Als Student den Vatikan vertreten / Teilnehmer von "Model United Nations" im Gespräch

(explizit.net) Als Delegierter für die „National Model United Nations Conference“ (MUN), die im Frühjahr 2014 in New York stattfindet, vertritt Nikolas Schmidt mit seiner Delegation die Interessen des Heiligen Stuhls. Die Rheinische Friedrich Wilhelms Universität zu Bonn nimmt seit 1998 an diesen studentischen Simulationskonferenzen der Vereinten Nationen teil. Im Gespräch mit explizit.net berichtet der Student, wie diese Konferenzen funktionieren und was er dabei lernen kann: Argumentieren, gemeinsam Lösungen erarbeiten und sich Berufsperspektiven eröffnen. Als Christ ist Nikolas Schmidt überzeugt: "Das Interesse des Heiligen Stuhls ist ein genuines UN-Interesse: Frieden herzustellen."

kath.de-Kommentar: Abwertung und Instrumentalisierung

Die Neokatechumenen müssten Kardinal Meisners Verhältnisbestimmung von sich weisen

(explizit.net/kath.de) Kardinal Joachim Meisner scheint dem Kirchenvolk seinen Abschied leicht machen zu wollen. Der noch amtierende Kölner Erzbischof hatte am vergangenen Freitag zu Angehörigen des „Neokatechumenalen Weges“ gesagt: „Eine Familie von euch ersetzt mir drei muslimische Familien.“ Am Mittwoch ließ er mitteilen, er bedauere seine Äußerung. Es sei nicht seine Absicht gewesen, Menschen anderen Glaubens damit zu nahe zu treten, heißt es aus Köln. Dass der Kardinal sich – nicht zum ersten Mal – im Nachhinein um Schadensbegrenzung bemüht, ist zwar nachvollziehbar, wirkt aber unehrlich und bewirkt eher das Gegenteil.

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