Eine Artikel im Rahmen des Monatsthemas "Synodale Kirche" der Portale explzit.net und kath.de.
In einer Stellungnahme des Bistums Essen betonte Bischof Franz-Josef Overbeck, dass Synodalität - auch nach Abschluss des Reformprojekt "Synodaler Weg" - als „Ausdruck einer geistlichen Haltung“ ein zentrales Element des kirchlichen Selbstverständnisses bleibe. Der Ruhrbischof würdigte den Weg als „konstruktiven Austausch“, der aus der Krise des Missbrauchsskandals hervorging und nun seine Fortsetzung finde. „Synodalität ist kein Projekt mit Ablaufdatum“. Zugleich warnte Bischof Overbeck im Hinblick auf die geplante "Synodalkonferenz" vor überzogenen Erwartungen: „Es braucht Geduld, Realismus, Ernsthaftigkeit und Augenmaß“, um die neuen Strukturen nun mit Inhalt zu füllen.
Kein Widerspruch zur kirchlichen Lehre
Kritisch wies Bischof Overbeck in der Stellungnahme auf www.bistum-essen.de Vorwürfe zurück, der Synodale Weg stehe im Widerspruch zur kirchlichen Lehre: „Er sollte als Ausdruck gelebter katholischer Verantwortung verstanden werden – verbunden mit einem gemeinsamen, ehrlichen Ringen um die nächsten Schritte.“ Zudem verwies Overbeck, der im regelmäßigen Austauch mit dem Vatikan steht, darauf, dass die in Deutschland diskutierten Themen – von Strukturreformen bis zu spirituellen Fragen –„keine isolierten Phänomene, sondern allesamt Themen der Weltkirche“ seien.
Synodalität erschöpfe sich zudem nicht in innerkirchlichen Reformen, so Bischof Overbeck. Sie zeige sich ebenso in der Haltung, mit der Christinnen und Christen das Gespräch mit der Gesellschaft suchen.
Der Autor Christian Schnaubelt, Chefredakteur und Herausgeber der Portale explizit.net und kath.de, begleitete alle Synodalversammlungen des Synodalen Weges als Journalist.
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