Uli Spreitzer

Aufgewachsen – und immer noch oft dort anzutreffen, da ich dort eine kleine (Öko-)Landwirtschaft betreiben lasse - in der Oberpfalz, Abitur in Amberg (Erasmus Gymnasium – eine Gründung der SJ in 1626). Studium und Promotion in Physik, dabei Geschäftsführer eines Forschungsverbunds. Ausbildung zum Aktuar DAV und lange in der Finanzindustrie als versicherungsmathematischer Gutachter und Risikomanager tätig. Seit zwei Jahren auch wieder Student der Theologie und Philosophie an der PhTH St. Georgen in FfaM verheiratet, zwei Kinder.

Beiträge von Uli Spreitzer

Katholische Kirche kann sanieren

Es geht um die Betriebsrenten, die Caritas und Diözesen zusätzlich zur Rentenkasse versprochen haben. Unter Mitbeteiligung der Mitarbeitervertretungen hat man in der Kasse für Zusatzversorgung ein gewaltiges Loch entstehen lassen. Wegen mäßiger Anlagestrategien und niedrigen Zinsen konnten die versprochenen Zahlungen aus den Zinserträgen nicht mehr finanziert werden. 250 Millionen jährliche Zahlungen waren notwendig. Jetzt hat Andrea Nahles die Kirche von dieser Last befreit.

Bedingungsloses Grundeinkommen gegen Hartz IV

Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) gibt der Staat jedem Bürger ohne Gegenleistungen, unabhängig ob jener bedürftig ist, Geld, das zur Existenzsicherung ausreichen soll. Man muss also nicht seine Bedürftigkeit nachweisen, um dieses Grundeinkommen zu erhalten. Ob dies der Volkswirtschaft mehr als das bisherige System der Sozialleistungen hilft, ist nicht geklärt. Die Gegner des BGE argumentieren weniger ökonomisch als gesellschaftlich. explizit.net bringt einen zweiten Beitrag, der die Argumentnationslinien kritisch untersucht.

Nahles rettet die Betriebsrenten gegen die Versicherer

Ministerin Nahles hat „ihr“ Betriebsrentenstärkungsgesetz durch das Parlament bekommen. Mit diesem wird wie in anderen europäischen Ländern eine reine Beitragszusage für betriebliche Altersversorgung möglich. Klein- und mittlere Unternehmen können jetzt betriebliche Altersvorsorge leichter einführen. Das Gesetz, von den Fachleuten einhellig begrüßt, ist gegen massivstes Lobbying der Versicherungsunternehmen und ihrer Verbündeten in der Politik zustande gekommen. Dennoch erscheint es kaum in den Medien und selbst die SPD feiert diesen Erfolg kaum.

Österreich: Das politische Ende der zweiten Republik

Der Vizekanzler und Parteivorsitzende der ÖVP, Reinhold Mitterlehner ist zurückgetreten. Sein Nachfolger gilt als der starke Mann der ÖVP, Außenminister Sebastian Kurz. Er fordert Neuwahlen und Umstrukturierung der Partei. Er will sogar mit einer Liste „Liste Sebastian Kurz - die neue Volkspartei“ zur Nationalratswahl antreten. Seine Forderungen an die ÖVP sind akzeptiert worden. Ebenso eine Absprache über Neuwahlen im Oktober. Eine Neuauflage der großen Koalition aus SPÖ und ÖVP nach der Wahl wird ausgeschlossen. Die FPÖ wird umworben und muss sich entscheiden ob sie sich „anti-sozialistisch“ mit der ÖVP oder „anti-klerikal“ mit der SPÖ positioniert. Damit endet politisch die zweite Republik. Die erste Republik, insbesondere das Jahr 1934, scheint auf.

Verdeckte Arbeitslosigkeit bremst Wirtschaftswachstum

Nach EZB-Angaben ist die tatsächliche Arbeitslosigkeit ist weit höher als die veröffentlichten Zahlen. Das verhindert eine breitere wirtschaftliche Erholung. Die Wirtschaft im Euro-Raum erholt sich und die Arbeitslosigkeit sinkt. Dennoch springt die Inflation nicht an und die EZB muss weiter Nullzinspolitik machen und Anleihen aufkaufen. Eine neue Studie der EZB erklärt warum. Es sind jenseits der offiziellen Arbeitslosenzahl noch viele Millionen Menschen zu wenig oder nicht beschäftigt. Dieser massive Überhang an Arbeitslosen drückt die Löhne und damit die Inflation. Auch wenn diese Arbeitslosen „wegdefiniert“ werden, so wirken sie doch.

Kostenbremse verhindert bessere Gesundheitsversorgung

Die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland und das, was medizinisch als notwendig erachtet und bezahlt wird, ist in Teilen Verwaltung von Mangel. „Passend“ dazu erzählen Medien und Politiker das Narrativ, dass es Gesundheit zu niedrigem Preis geben könnte. Insbesondere bei Medikamenten werden Neuentwicklungen, die oft zwangsweise teurer sind, selten von der Kasse bezahlt. Neue Medikamente Pradaxa und Xarelto zur Blutverdünnung werfen das Problem aktuell auf.

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