Matthias Alexander Schmidt

Ich schreibe für explizit.net und hinsehen.net, weil ein Internetportal mit relevanten, kritisch beleuchteten Themen "dran" ist. Gesellschaftliche, religiöse oder kulturelle Zusammenhänge richtig durchzudenken und dann verständlich und griffig auf den Punkt zu bringen, das ist (nicht nur) für mich als Theologen an der Zeit. Das "Katholische" bei hinsehen.net sehe ich zum Einen in der Vielfältigkeit der Themen und zum Anderen in dem Anspruch, mich selbst zu vielschichtigen Phänomenen zu positionieren, und dabei meine Ansichten zur Debatte zu stellen.

Geboren 1986 in Berlin, Abitur am Canisius Kolleg SJ, Freiwilliges Soziales Jahr in Brüssel. Studium Philosophie, Theologie und Medienstudium PTH „Sankt Georgen“, Frankfurt am Main. Diplom-Theologe. Praktikum Radio Vatikan. Von 2009 bis 2012 Redakteur, dann Chefredakteur kath.de. Freiberufliche pädagogische Mitarbeit in der Kinder- und Jugendbildung. Freier Autor für hr1, hr2, hr-iNFO, you fm und Deutschlandfunk.

Beiträge von Matthias Alexander Schmidt

"Der Euro ist keine Sportsocke"

„Alternative für Deutschland“-Vertreter im Gespräch

(explizit.net)

„Früher oder später wird die Eurozone auseinanderbrechen“, sagt Dr. Christian Schmidt. Am Tag nach der Bundestagswahl hat explizit.net mit dem stellvertretenden Berliner Landesvorsitzenden der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) gesprochen. Es sei „unwirtschaftlich und unsinnig“ zu meinen, eine einzige Währung könne in 16 unterschiedlichen und komplexen Ökonomien, wie denen der Eurozone, funktionieren. Nur durch eine eigene Währung kämen die derzeit wirtschaftlich schwächeren Länder wieder auf eigene Beine.

Religiöse Wahrheit im Horizont des gesellschaftlichen Pluralismus

Bericht über eine Vortragveranstaltung im Juli 2013 //

Als Papst Benedikt XVI. im September 2011 im Bundestag sprach, waren einige Abgeordnete, vor allem ein Großteil der Linksfraktion, nicht anwesend, besuchten stattdessen Demos oder blieben aus Protest fern. Bereits im Vorfeld des Besuches war die Papstrede im Bundestag umstritten. Der Papst als Religionsoberhaupt habe als Redner im Bundestag nichts verloren, so das Argument der Gegner. Der Bundestag sei ein Ort der vernünftigen Rede und des sachlichen Austauschs. Religiöse Überzeugungen seien dort fehl am Platz. Nichtsdestoweniger war der Plenarsaal gut gefüllt, der Papst kam, sprach und bekam Applaus. Ganz anders im Januar 2008 in Rom. Der Papst sollte eine Rede zur Eröffnung des Akademischen Jahres an der römischen Universität Sapienza (link:

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Der kath.de-Kommentar: Journalisten und Whistleblower sind keine Terroristen

Zerstörte Laptops und Festplatten bei „The Guardian“

 

Früher war nicht alles besser. Gäbe es in Großbritannien heute zum Beispiel noch die Strafverfolgung vergangener Jahrhunderte, so wäre die Zeitung „The Guardian“ schlecht beraten gewesen, die Informationen, die ihnen Whistleblower Edward Snowden gegeben hat, aufzubewahren, geschweige denn zu veröffentlichen. Vor ein paar Tagen hatte der britische Nachrichten- und Sicherheitsdienst „Government Communications Headquarters (GCHQ)“ in den Redaktionsräumen des Guardian Laptops und Festplatten zerstört. In früheren Zeiten wäre Chefredakteur Alan Rusbridger vermutlich wegen Hochverrats verurteilt worden. Edward Snowden oder Bradley Manning wäre es nicht anders ergangen. Die Strafe für Hochverrat im britischen Königreich lautete bis ins 19. Jahrhundert „hanged, drawn and quartered“. Der Verurteilte wurde dabei bis zur Bewusstlosigkeit gehängt, dann bei lebendigem Leibe ausgeweidet, kastriert und schließlich gevierteilt.

Edward Snowden: Staatsfeind oder Held?

(explizit.net/ kath.de) Was vor 15 Jahren im Kino vielleicht noch für reine Fiktion gehalten wurde, scheint heute hochaktuelle Realität zu werden: Der Leiter der US-amerikanischen Nationalen Sicherheitsbehörde, NSA, lässt einen Kongressabgeordneten töten, weil dieser sich aus moralischen Gründen weigert, einem verschärften Überwachungsgesetz zuzustimmen. Ein Anwalt kommt zufällig in den Besitz eines Videos, das diesen Mord dokumentiert. Daraufhin sorgt die NSA dafür, dass der Anwalt seinen Job verliert wird und seine Ehe zerstört wird. Die NSA ruiniert systematisch seinen Ruf und seine Glaubwürdigkeit. Er muss fliehen und ist dabei völlig auf sich gestellt. Mithilfe eines ehemaligen NSA-Agenten findet er heraus, dass die NSA ihn komplett verwanzt und überwacht. Es gelingt den beiden schließlich, die NSA mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, indem sie den NSA-Chef verwanzen und heimlich ein Geständnis des Mordes aufzeichnen. Das neue Überwachungsgesetz wird erst einmal nicht verabschiedet.

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