Eckhard Bieger

Ich schreibe für explizit.net, weil es eine katholische Präsenz im Internet geben muss, die nicht Kirchenberichterstattung ist, weil die katholische Tradition die Philosophie und damit das Argument schätzt, weil eine weltweite Kirche zu wenig im Bewusstsein in Deutschland präsent ist, weil es Vieles gibt, was man in den Medien nicht findet, jedoch notwendig ist, um Vorgänge nicht nur von ihrer Oberfläche her zu verstehen. explizit.net will jungen Leuten helfen, als Journalisten im Internet ihr Auskommen zu finden.

Ich bin kurz vor dem II. Weltkrieg geboren, seit 1959 Mitglied des Jesuitenordens und habe mich mein Berufsleben lang mit Medien beschäftigt – bis 2003 mit dem Fernsehen und ab dann mit kath.de.

Beiträge von Eckhard Bieger

Ostern - Neue Schöpfung

Die Nachentrichten sind voll von Zerstörung, die Menschen, die in Syrien, im Irak, in Kenia ermordet werden. Das Flugzeug, das gegen eine Felswand gesteuert wird. Der kleine und der große Hass. Aber das hat alles keinen Bestand. Wer zerstört, kann nicht gleichzeitig aufbauen. Deshalb hat das Leben aus sich selbst eine Überlebenschance. Wenn in Gott Böses wäre, dann gäbe es ihn nicht mehr.Weil in Jesus nichts Böses war, auch als er verurteilt, gegeißelt, gekreuzigt wurde, siegt mit ihm das Leben. Ostern verwandelt dieses Leben in die immerwährende Gegenwart der Ewigkeit. Foto: Mathias Wosczyna

Neue Bilderwelten: Das Internet braucht das Bild

(explizit.net) Es deutet sich ein tiefergehender Wandel unserer Kultur an. Er manifestiert sich in den Medien. Aber wie zur Zeit der Reformation brauchen diese Medien neue Inhalte, um sich durchzusetzen. Weil Luther mit einer neuen Sicht der Glaubensinhalte auftrat, wandten sich die Menschen den neuen Medien, damals Flugblatt und Kirchenleid zu, um an dieser neuen Sicht teilzuhaben. Es sind also nicht nur andere Inhalte, sondern eine neue Sicht des Menschen, wie er sich sehen will, wie er kommunizieren und mit anderen kooperieren will. Der Erfolg des Internets liegt in seinen technischen Möglichkeiten, die jedoch deshalb so genutzt werden, weil sich eine neue Sicht mit ihnen verwirklichen lässt. Es ist der Wunsch nach einem neuen Blick auf das Leben, der seine Entwicklung so forciert hat. Wer an dieser neuen Sicht teilhaben will, muss nicht nur Homepages besuchen, sondern sich über die Social Media mit anderen vernetzen. Diese neuen Kommunikationsmuster machen das Bild noch wichtiger als es die Zeitungen erfordern.

Sind Reliquien Ramsch und das Zuckerfest Blödsinn

Oder muss man sich über einen Bremer Pfarrer ärgern?

(explizit.net) Eine Predigt vom 18.1. in der Bremer Martini-Kirche hat viele Reaktionen und inzwischen die Seiten der bundesweiten Medien erreicht. Was sonst nur dem Papst zu gelingen scheint, ein evangelischer Pfarrer schafft es, zumindest mal über eine

 

diskutiert. Es geht um Götzendienst, den der Prediger von einem alttestamentlichen Text aus dem Buch der Richter herleitet. Dort hat Gideon einen Baals-Altar eingerissen und die Holzstatue der Göttin Astarte als Feuerholz für ein Stieropfer benutzt.

Journalist – ein Beruf im Zeitalter des Internets

(explizit.net)Nicht mehr Stahl, sondern Informationen sind der Rohstoff, der in den verschiedensten Berufen verarbeitet wird. Sogar für den Maschinenbau, sowohl für Entwicklung wie für die Produktion, ist der Computer inzwischen die Basistechnik geworden.

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Die alten Kommunikationsberufe, die immer schon Informationen verarbeitet haben, basierten bisher auf Papier. Schon lange ist der Computer dem Druck vorgeschaltet. Die qualifiziertesten Facharbeiter, die Setzer, wurden bereits in den achtziger Jahren überflüssig. Das Internet hat inzwischen nicht nur, wie der Computer, die Arbeitsbedingungen, sondern auch die Medienproduktion grundlegend verändert. Seitdem das Internet das Papier als Basismedium abgelöst hat und inzwischen Zeitungsartikel und Bücher auf kleine Bildschirme überträgt, ist der Journalismus nur noch digital möglich?

Missbrauch - 5 Jahre danach

(explizit.net/ kath.de) Kath.de-Kommentar:Es geht um Minderwertigkeitsgefühle und dann erst um Sex

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Im Januar 2010 hat der Rektor des Jesuitenkollegs in Berlin Sexuelle Übergriffe auf Schüler öffentlich bekannt gemacht. Für die katholische Kirche bedeutete das einen Absturz ihrer gesellschaftlichen Reputation. Obwohl keine Institution in der Prävention inzwischen so viele Maßnahmen ergriffen hat, bleibt der Makel "Kinderschänder" an ihr haften. Was sind Gründe für dieses Desaster und was ist nach den fünf Jahren deutlich geworden?

Gewalt in Paris - Was passiert mit der Religion?

(explizit.net)Als der Arbeitgeberpräsident Schleyer 1977 überfallen und die Lufthansamaschine von palästinensischen Terroristen nach Mogadischu in Somalia entführt wurde, hielt Deutschland den Atem an. Beide Anschläge brachten den Staat in große Bedrängnis, weil mit diesen Aktionen elf RAF-Mitglieder, vor allem die in Stammheim Einsitzenden, freigepresst werden sollten. Die Entführer wurden durch mehrere Länder von der Polizei verfolgt. Als die in Stammheim einsitzenden RAF-Mitglieder, nachdem sie von der Erstürmung der Maschine in Mogadischu erfahren hatten, Selbstmord begingen, wurde Hans Martin Schleyer von seinen Entführern erschossen. Seine Leiche wurde im Elsass am 17. Oktober 1977 gefunden. Damit schien der deutsche Terrorismus wieder versiegt, obwohl es ein Herbst des Terrors wurde.

Der Christstollen - ein Baby

(explizit.net)Er schmeckt nach Orangen und Zitronen, Rosinen und Mandeln oder Marzipan. In dem weichen Hefeteig schmeckt die Butter heraus. Striezel wird dieses Brot in Dresden genannt. Außerhalb der Stadt trägt dieses, durch den Puderzucker weiße Brot den Namen Christstollen. So schmeckt Weihnachten. In Sachsen gehört der Karpfen dazu, anderswo die Gans und natürlich die Plätzchen. Die Geschenke sind erst später entwickelt worden, im 19. Jahrhundert konnten allerdings nur die besser gestellten Familien ihre Kinder beschenken. Spielsachen, die man auf Gemälden dieser Epoche sieht, kamen erst langsam in Mode.

Kath.de-Kommentar: Lockführer – schlecht vertreten

(explizit.net / kath.de):Größere Gewerkschaft verspricht keine besseren Arbeitsbedingungen

Claus Weselsky gilt als der Vorkämpfer für “seine Lokführer”. Aber ist er das tatsächlich? Nach allem was bekannt wurde, streiken die Lokführer für die Schaffner. Denn die will ihr Chef auch vertreten. Haben die Lokführer aber etwas davon? Zwar sind die Arbeitsverhältnisse ähnlich – beide Berufsgruppen sind mit dem Zug unterwegs und haben ihr Privatleben auf ständig wechselnde Einsatzpläne abzustimmen. Aber würde es den Lokführern nicht mehr nutzen, wenn erst einmal ihre Arbeitssituation erheblich verbessert würde? Stattdessen unterstützen Sie die Landgewinne ihres Vorsitzenden, stehen aber in Europa am Ende der Gehaltsskala. Schaut man sich die Situation der Lokführer in Deutschland an, dann hat ihre Gewerkschaft massiv versagt.

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