Eckhard Bieger

Ich schreibe für explizit.net, weil es eine katholische Präsenz im Internet geben muss, die nicht Kirchenberichterstattung ist, weil die katholische Tradition die Philosophie und damit das Argument schätzt, weil eine weltweite Kirche zu wenig im Bewusstsein in Deutschland präsent ist, weil es Vieles gibt, was man in den Medien nicht findet, jedoch notwendig ist, um Vorgänge nicht nur von ihrer Oberfläche her zu verstehen. explizit.net will jungen Leuten helfen, als Journalisten im Internet ihr Auskommen zu finden.

Ich bin kurz vor dem II. Weltkrieg geboren, seit 1959 Mitglied des Jesuitenordens und habe mich mein Berufsleben lang mit Medien beschäftigt – bis 2003 mit dem Fernsehen und ab dann mit kath.de.

Beiträge von Eckhard Bieger

Religiöser Ort: Kirche unserer Lieben Frau in Breda

(explizit.net) In dem mittelalterlichen Stadtzentrum von Breda erhebt sich eine große Kirche. Sie ist Maria, Unserer Lieben Frau, wie das Mittelalter sie nannte, gewidmet. Bauherrn der im 1547 fertiggestellten Kirche war das Geschlecht Nassau. Es stammt von dem Fürstengeschlecht Nassau an der Lahn ab. Eine Linie des Hauses Nassau konnte ab 1403 in den Niederlanden Besitztümer gewinnen, zuerst Breda.

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Durch Heirat mit einer französischen Herzogin kam Orange unter ihre Herrschaft. In der Marienkirche kann man die Geschichte des Hauses Nassau-Oranien auf Bildtafeln kennenlernen.

Religiöser Ort: Schönstatt-Kapelle Vallendar

(explizit.net) Diese kleine Kapelle gilt aus Ausgangspunkt der Schönstatt-Bewegung. Sie liegt direkt gegenüber der Theologischen Hochschule der Pallottiner in Vallendar bei Koblenz. Die Kapelle, damals dem Erzengel Michael geweiht, war ungenutzt.

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Sie wurde von Studenten hergerichtet und Maria geweiht. Sie gilt heute als Urheiligtum der Schönstatt-Bewegung. Der Name kommt von dem Tal, das hinter der Kapelle in den Westerwald führt. Hier ist das weltweite Zentrum einer Bewegung, die aus verschiedenen Gemeinschaften besteht, Ordensleuten, Familien, Alleinstehende.

Religiöser Ort: Wallfahrtskirche Kranenburg

(explizit.net) In der nordwestlichen Ecke des Niederrheins liegt, kurz vor Nijmegen, eine alte Wallfahrtskirche. Die Größe der Kirche zeigt die Bedeutung der Wallfahrt, die 1308 begann. Die Beter wurden durch ein kleines Kreuz angezogen. Ein Junge fand es in einem Baum, in den vorher jemand eine Hostie versteckt hatte. Dieser Vorgang zeigt, wie damals um die Frage gerungen wurde, wie Jesus in der konsekrierten Hostie anwesend sein kann. Das Kreuz, das in dem Baum gefunden wurde, war für die Menschen ein Hinweis, dass der Gekreuzigte in der Hostie wirklich gegenwärtig ist.

Religiöser Ort: Marktkirche St. Sebastian Mannheim

(explizit.net) Rathaus und Kirche, in der Mitte ein Turm – die Barockstadt Mannheim hat Rathaus und Marktkirche direkt nebeneinander gebaut. Über dem Rathaus-Eingang auf der linken Seite steht JUSTITIAE – der Gerechtigkeit gewidmet. Über dem Kircheneingang liest man PIETATI, der Frömmigkeit gewidmet.

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Wenn die Gerechtigkeit Maßstab der Stadtregierung ist und die Bürger sich in die Kirche einladen lassen, dann kann das Gemeinwesen funktionieren. Beides braucht Mannheim, denn die Bewohner bilden ein buntes Zusammen von Nationen und Sprachen.

Rezension: Islam in Europa, Revolten in Mittelost

Wolfgang G. Schwanitz dokumentiert Hauptlinien der Geschichte

(explizit.net) Was wie eine islamische Naturgewalt daherkommt und für europäische Augen direkt aus dem Islam zu entspringen scheint, ist von Menschen ausgedacht und hat seine Wurzeln auch in deutschem Gedankengut, vor allem im Hass gegen die Juden. Seit dem Kaiserreich und bis in die achtziger Jahre spielt Deutschland eine entscheidende Rolle. Dabei verhalten sich Europa und Nahost wie zwei kommunizierende Röhren. Schwanitz zeigt über 120 Jahre hinweg, wie die Konflikte Europas und später der zwei Blöcke Ost und West im Kalten Krieg mit den Vorgängen in Nordafrika und Mittelost verbunden sind.

Medien: Weltbild – das Weltbild stimmt nicht

(explizit.net)Die gleichen Fehler und die gleiche Entbehrlichkeit wie Schlecker

Das größte kommerzielle Unternehmen der katholischen Kirche hat Insolvenz angemeldet. Die Weltbildgruppe hatte von den Gesellschaftern, der Deutschen Bischofskonferenz und einigen Bistümern sowie der Militärseelsorge eine Finanzspritze bekommen, zugleich verzichteten die Gesellschafter auf die Hälfte ihrer Einlagen. Mehrfach wollten die Gesellschafter die Gruppe verkaufen, auch 2012. Es gab aber niemanden, der investieren wollte. Die Erzdiözese München hat dann die Initiative ergriffen, nachdem das Ursprungsbistum, aus dem die Weltbildgruppe hervorgegangen war, Augsburg, die Segel gestrichen hatte. Es ist dem Bistum hoch anzurechnen, dass es noch einmal einen Rettungsversuch gemacht hat, um die über 6.000 Arbeitsplätze zu erhalten.

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